Backbone Services

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Das Deutsche Forschungsnetz (DFN) verbindet Hochschulen und Forschungseinrichtungen und ist in den europäischen und weltweiten Verbund der Forschungs- und Wissenschaftsnetze integriert. Die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft sind an das DFN direkt überwiegend mit Geschwindigkeiten zwischen > 1 Gbit/s und < 10 Gbit/s angebunden, ein gutes Drittel mit Geschwindigkeiten von ≥ 10 Gbit/s (Stand April 2018). Ein Vergleich mit Forschungsgemeinschaften und den zugehörigen Netzwerken für Forschung und Ausbildung (NREN) in anderern Ländern zeigt, dass eine hoch performante Vernetzung der großen Labs in einigen NREN schon in den vergangenen Jahren als strategisch für die Forschung identifiziert wurde und hohe Bandbreiten etabliert wurden. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass sich die Helmholtz-Zentren in Hinblick auf die Konnektivität in einer vergleichsweise guten Ausgangsposition für die Etablierung eines Helmholtz-Backbones befinden.

Durch ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) kann eine Vertrauensstellung zwischen den beteiligten Zentren effizient genutzt werden. Neben standortübergreifenden Intranets bieten sich VP-Netze auch z. B. für ein inter-institutionelles Datenbackup an, bei dem eine beschränkte Anzahl von Kommunikationspartnern mit einem hohen Datenaufkommen über hochverfügbare Netze verbunden werden. Im XWiN-Netz des DFN sind bereits einige VPN geschaltet, an derssen Erfahrungen und Grundlagen angeknüpft werden kann.

Ziele dieses Arbeitspaketes sind vor dem dargestellten Hintergrund die Bereitstellung einer stabilen Netzwerkinfrastruktur und von gemeinschaftlich nutzbaren Core Services, um dem zunehmenden Bedarf an Vernetzung der Forschung und dem zunehmenden Datenvolumen in der Helmholtz-Gemeinschaft (Stichwort „Datenschatz“) zu entsprechen. So soll der Verbund der einzelnen Helmholtz-Zentren auf Basis einer hohen Bandbreite mit gegenseitigen Vertrauensstellungen und insgesamt erhöhter Sicherheit vernetzt werden. Es umfasst ein Virtual Private Network (VPN), das alle Zentren einschließt und ein gesichertes Qualitätsniveau. Das Netz soll insbesondere die Zentren-übergreifende Nutzung wissenschaftlicher Instrumente und Plattformen ermöglichen sowie zentrale Basis-Services, die für kollaboratives Arbeiten notwendig sind, bereitstellen. Zu diesen Basisdiensten gehört vor allem ein einheitliches Identity & Access Management (IAM). Das physikalische Netz und die Basisdienste bilden zusammen die Voraussetzungen und das Fundament für eine Vielzahl höherwertiger Dienste wie z. B. Cloud-Services.

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