Cloud Services

Cloud Services

Die Wissenschaft stützt sich zunehmend auf Cloud-Dienste. Die europäische Netzwerkorganisation GEANT (siehe https://www.geant.org/About) hat in der Umfrage in den nationalen Forschungs- und Ausbildungsnetzwerken (NREN) für das Jahr 2016 erhoben, dass in 50 % bis 60 % der von GEANT befragten NREN Cloud Services angeboten werden. Cloud-Dienste eignen sich hervorragend für die gemeinsame, Zentren- und Community-übergreifende Bearbeitung von Forschungsaufgaben und für eine breite Nachnutzung. Wichtig ist dafür, dass sie skalierbar sind, die technischen bzw. rechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung gegeben sind sowie ein einfacher und performanter Zugang gewährleistet wird. Gleichzeitig erfordert die Entscheidung für die Nutzung solcher Dienste, dass wichtige Kriterien (von der Servicequalität über IT-Sicherheitskriterien und Datenschutz bis hin zu Verfahrensweisen bei der Beendigung der Nutzung eines Cloud-Dienstes) berücksichtigt und bewertet werden. Die Nutzer werden einer föderierten Cloud-Plattform und den darin angebotenen Diensten nur dann vertrauen (können) und diese nutzen, wenn Servicedesign und Servicequalität transparent sind und die angebotene Betriebsstabilität heutigen gesellschaftlichen Anforderungen an Mobilität sowie orts- und zeitunabhängiger Nutzung gerecht wird.

Spezifisches Anliegen dieser Komponente ist die Bereitstellung einer föderierten Cloud-Plattform für Services, die der gesamten wissenschaftlichen Community und den Partnern in der Fläche (long tail of science) — also nicht nur ausgewählten Großprojekten — angeboten werden. Sie ergänzt damit die z.B. in der HDF oder in Pilotprojekten geschaffenen föderierten Unterstützungsleistungen für Großprojekte sowohl in der Breite (Unterstützung für Projekte aller Größenordnungen) als auch in der Tiefe (Fokussierung auf die Software- und Serviceebene) und stellt anderen Plattformthemen eine Zugriffsebene für die dort entstehenden Services bereit.

Die Föderation setzt sich vorrangig aus existierenden heterogenen Lösungen der verschiedenen Zentren (Anbieter) zusammen und legt, wo möglich und sinnvoll, eine „Metaebene“ über diese, z.B. einen gemeinsamen Zugang. Priorität hat dabei die Verwendung bereits vorhandener Services, eigene Entwicklungen sind nur ausnahmsweise für Lösungen vorgesehen, die weder in der Helmholtz-Gemeinschaft noch am IT-Markt verfügbar sind und gleichzeitig dringend für die wissenschaftliche Arbeit benötigt werden. Die Föderation wird schrittweise um innovative Lösungen erweitert.

Um die Nutzung von Diensten unterschiedlicher Anbieter für die Zentren und die Forschenden zu vereinfachen und mit Hilfe von Richtlinien zu gewährleisten, dass die für die Helmholtz-Zentren geltenden Rahmenbedingungen eingehalten werden, schafft HIFIS organisatorische und rechtliche Voraussetzungen.

Entwickelt und bereitgestellt werden vor allem Technologien zum Zugang, der Harmonisierung, der Integration und Provisionierung der in den Cloud-Verbund eingebrachten Services. Das Kompetenzcluster schafft somit den organisatorischen und technischen Rahmen, um durch Selbstorganisation ein breit gefasstes Dienste-Portfolio allen Nutzern der Helmholtz-Gemeinschaft und darüber hinaus zu eröffnen. Dabei wird die Anbindung an internationale Entwicklungen (z.B. EOSC auf europäischer Ebene) als essentiell angesehen und es müssen insbesondere die „FAIR“-Prinzipien berücksichtigt werden.

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